Europäisches Pekiti-Tirsia Festival Nummer 5
Für das Wochenende am 6. und 7. Dezember 2003, lud das europäische Pekiti–Tirsia Hauptquartier Kämpfer und Interessierte zum Fünften Europäischen Pekiti–Tirsia Festival nach Reutlingen in Deutschland.
Wie auch die früheren Festivals war auch dieses Pekiti–Tirsia Festival wieder eine zweitägige Veranstaltung. Der erste Tag des Festivals war speziell für die aktiven Kämpfer. Am zweiten Tag gab es dann ein großes Fest für alle. Dabei gab es eine große Vielfalt an Vorführungen und Vollkontaktkämpfen zu bestaunen und natürlich gab es auch reichlich zu essen und zu trinken.
Die Veranstaltung war in jeder Hinsicht ein voller Erfolg. Die aktiven Teilnehmer kamen aus fünf Ländern. Die weiteste Anreise hatten die Kämpfer, welche die lange Reise von Schweden auf sich genommen haben.
Erster Tag: Europäische Fighter–Liga – Kämpfer unter sich
Der erste Tag des Festivals war ein Kampftag, bei dem sich die Kämpfer aus der europäischen Fighter–Liga trafen, um Geschicklichkeit und Mut zu testen. Es nahmen 30 Kämpfer aus verschiedenen Ländern teil. Die meisten kämpften mehrmals und die meisten dieser Begegnungen gingen über mehrere Runden mit jeweils drei bis fünf Minuten. So war der Tag randvoll gefüllt mit aufregenden Kämpfen. Der Spaß war riesig, die Stimmung und der Mut der Kämpfer war beeindruckend.
Die Kämpfe wurden in den Stufen A bis D der Fighter–Liga ausgetragen. Die Kämpfer waren sehr gut vorbereitet, die Kämpfe waren technisch hochstehend und hart aber fair geführt. Alle Erstmaligen, die ihren ersten Kampf in Liga Stufe A (Vollschutz mit Körperweste für Anfänger) absolviert hatten, fassten gleich nach der ersten Runde den Mut, die zweite Runde in Liga Stufe B (Beginner ohne Körperschutz) zu führen.
Die Mehrheit der Kämpfe wurden in den C(ombat) und D(estroyer) Stufen ausgetragen. Das Programm beinhaltete Kämpfe mit Stöcken, Körperwaffen (waffenlos) und simulierte Messerkämpfe.
Jeder der Kämpfer bewies Mut gepaart mit gutem Urteilsvermögen und die Techniken beinhalteten Würfe und Stockeinsatz, die wirklich fantastisch anzuschauen waren. Obgleich die Kämpfe entschlossen geführt wurden, geschah dies alles in einem guten Geist – das wurde beispielsweise auch in den Situationen deutlich, in denen Kämpfer ihren früheren Gegner dann in späteren Kämpfen als Sekundanten unterstützten.
Eine besondere Erwähnung verdienen die teilnehmenden Teenager – Jungs und Mädchen, die nach der Kategorie A kämpften und zeigten, dass Kali eine lebendige Kampfkunst ist: die nächste Generation ist bereit uns zu folgen und die Zukunft dieser Kunst zu gestalten.
Uli Weidle kommentierte den Kampftag der Fighter–Liga wie folgt: "Dieses Festival ist das fünfte seiner Art. Jedes wird besser und die Atmosphäre von Freundschaft und gegenseitiger Unterstützung während der Kampftage zeigt, dass die Pekiti–Tirsia Philosophie von Leben, Erfolg und Gesundheit in einer guten Balance praktiziert wird. Ich gebe aufrichtig zu, dass ich stolz auf unsere Kämpfer bin, die Mut, gute Technik und gutes Urteilsvermögen beweisen. Entschlossen kämpfen und zugleich Freundschaft und Respekt beweisen. Das ist der richtige Weg!"
Zweiter Tag: Vorführungen, mehr Kämpfe und große Fiesta
Während der erste Tag ausschließlich für aktive Kämpfer war, war der zweite Tag des Europäischen Pekiti–Tirsia Festivals offen für alle Interessenten. Der Tag bot Party, Kampfkunstvorführungen, Fiesta, Vollkontaktkämpfe, reichlich zu essen und trinken und natürlich auch Zeit, für alle sich zu unterhalten und Spaß zu haben.
Das warme und kalte Buffet der Feier wurde durch die Mitglieder der gastgebenden Pekiti–Tirsia Gruppe (Fechtgesellschaft e.V.) ausgerichtet und durch die vielfältigen internationalen Spezialitäten ergänzt, die durch die teilnehmenden Pekiti–Tirsia Gruppen aus dem Ausland beigetragen wurden.
Der Höhepunkt des Tages, auf den sich alle freuten, waren natürlich die Vorführungen der anwesenden Pekiti–Tirsia Gruppen. Pekiti–Tirsia ermuntert den Einzelnen als Teil eines Teams zu agieren und zugleich die eigene Kreativität und den individuellen Ausdruck zu nutzen, um spontan erfolgreiche Lösungen für Situationen aller Art zu schaffen. Diese Fähigkeit war auch in den Vorführungen erkennbar: Jede für sich war eine einzigartige Präsentation. Die Vorführungen variierten von kraftvollen Kampfvorführungen zum dynamischen Fluß und von Technikpräsentation zu Humor und einem "Höhlenmenschen"–Theaterstück mit jeder Menge Action, Action, Action!
Jeder der Vorführungen war für sich bereits etwas außergewöhnliches. Der Tag als Ganzes war ein echtes Erlebnis. Die Stimmung bei der Fiesta war riesig! Jeder hatte grossen Spaß und die Zuschauer jubelten minutenlang und beantworteten die Vorführungen mit der Laola-Welle! Zwischen den Vorführungen hatten die Zuschauer die Gelegenheit Kämpfe von der Fighter–Liga zu beobachten.
Auch nachdem der eigentliche Programmteil abgeschlossen war ging die Party weiter bis lange in die Nacht hinein. Es gab jede Menge gute Unterhaltung und Spaß. Aktive und Zuschauer, alle stimmten überein, dass dies ein wirklich tolles Erlebnis war und alle wünschten, dass ein Ereignis wie dieses bald wieder stattfinden sollte.
Danke
Uli Weidles persönliches Fazit nach dem zweitägigen Pekiti-Tirsia Festival: "Meinen speziellen Dank an alle, welche das diesjährige Festival unterstützt haben. Was ich in den letzten zwei Tagen erleben durfte, hat mich mit Stolz erfüllt. Es gab jede Menge positiver Energie. Jeder konnte spüren, dass die Pekiti–Tirsia Philosophie in diesem Event lebendig war. Momente wie diese erleben zu dürfen, sind allen Aufwand und Mühe wert. Meine Gratulation an alle Mitwirkenden!“"
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