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Freundschaftsbesuch und Trainingscamp der Pekiti-Tirsia Europe auf den Philippinen

Magic in Antipolo Im März 2006 reiste ein europäisches Trainingsteam zu einem Freundschaftsbesuch sowie zu einem zehntägigen Trainingsaufenthalt auf die Philippinen. Uli Weidle und die philippinischen Pekiti-Tirsia Vertreter vor Ort organisierten sowohl den Aufenthalt der Gruppe auf den Philippinen sowie das gleichzeitig stattfindende Trainingscamp.

Der Besuch sollte vorrangig zur Pflege der über viele Jahre gewachsenen freundschaftlichen Beziehungen zwischen den Pekiti-Tirsia Kali Übenden aus Europa und dem philippinischen Ursprungsland dienen. Die Teilnehmer der Reisegruppe sollten dabei Gelegenheit erhalten die philippinische Lebensart und Kultur unmittelbar zu erfahren.

Darüber hinaus gab es auch einen weiteren besonderen Anlass für dieses Camp: Im März 2006 war es genau zehn Jahre her, das Grand Tuhon Gaje die Brüder Achim und Uli Weidle in den Philippinen beauftragte, das Pekiti-Tirsia in Europa zu unterrichten und die Verbreitung des Pekiti-Tirsia in seinem Namen zu organisieren. Dieses zehnjährige Jubiläum des Gründungsauftrags für die Pekiti-Tirsia Europe wurde mit diesem Trainingscamp in den Philippinen gemeinsam mit unseren philippinischen Freunden gefeiert. Im Oktober 2006 wird dann das zehnjährige Bestehen der Pekiti-Tirsia Europe mit einem zweiten Camp, das mit Grand Tuhon Gaje in Deutschland stattfindet, gewürdigt werden.


Zusammenkunft in den Philippinen

Während einige des Teams schon einige Tage früher angereist waren und die Zeit nutzten erste Eindrücke von den Philippinen zu sammeln und sich an das philippinische Klima zu gewöhnen, kam die Hauptgruppe einen Tag vor Trainingsbeginn verteilt auf drei Flugzeuge am Ninoy Aquino Flughafen in Manila an. Mit der Unterstützung des philippinischen Zolls konnten die Ankommenden bereits unmittelbar nach verlassen des Flugzeugs in Empfang genommen und bei den Einreiseformalitäten betreut werden. Die Trainingsgruppe bestand aus Teilnehmern aus Deutschland, Italien, Holland, Spanien, England, Finnland und Schweden.

Während die meisten der Gruppe aus Europa zum ersten mal in den Philippinen waren, gab es auch einige, die bereits zum zweiten oder gar zum dritten mal zu einem Pekiti-Tirsia Trainingscamp in die Philippinen reisten. Die Leitung der Gruppe hatte Mandala Uli Weidle, der die Philippinen von seinen vielfachen Aufenthalten in den letzten zehn Jahren schon sehr gut kannte. Uli reiste schon einige Wochen vor dem Camp auf die Philippinen, um dort gemeinsam mit seinen philippinischen Freunden die letzten Details für das Camp vorzubereiten.

Nach einem kurzen Empfang beim Flughafen ging es gleich weiter zum ersten planmäßigen Sammelpunkt in Makati. Auf der Fahrt vom Flughafen wurde die Route so gewählt, dass die Neuankömmlinge schon während der Fahrt erste Impressionen von den Philippinen sammeln konnten. In unserer Basis in Makati angekommen wurden alle mit Speisen und Getränken empfangen und konnten sich etwas erholen, bis dann am Nachmittag die letzte Teilgruppe mit ihrem Flieger ankam und vom Flughafen abgeholt wurde. Zur Begrüßung kamen auch Grand Tuhon Gaje, sein Neffe Mandala Rommel Tortal und das unterstützende Trainerteam von den Manila Pitbulls und den Recon Marines. Nach einem kurzen Briefing bei einem gemeinsamen Essen in der Makati-Base ging es dann gleich weiter in das erste Trainingsgebiet, das KUTT in Antipolo.


Training im KUTT – “Kali Culture Under The Trees” in Antipolo:

Nur kurze Fahrtzeit von Makati und der hektischen Großstadt gelegen, vermittelt das KUTT-Areal das Gefühl in einer anderen Welt zu sein. War die Hitze am Flughafen und in Makati für die frisch aus dem europäischen Winter angekommenen fast unerträglich gewesen, so dass an ein körperlich anstrengendes Training gar nicht zu denken gewesen wäre, sorgte die Berglage des KUTT-Areals für ein gemäßigteres Klima. Jahrhundertealte Bäume mit meterdicken Stämmen und langen über viele Jahrzehnte gewachsene Luftwurzeln schufen eine fast mystische Atmosphäre und spendeten kühlen Schatten und frische Luft. Man hatte das Gefühl im KUTT in einem weit abgeschiedenen Kali Refugium zu sein und dieses Gefühl trog nicht. Im KUTT gab es philippinische Kultur und Kali pur. Es gab freie Grasflächen und Sandareale ideal für Kali und Dumog, Reifen-Dummies für Schlagübungen, sowie offen einsehbare Bauten für Szenario-Training. Kurz: ideale Trainingsbedingungen.

Bis zu diesem Camp wurde das Areal ausschließlich für private Trainingszwecke genutzt und war nur Freunden der Familie zugänglich. Auf Grund der persönlichen Kontakte von Uli Weidle hatte die Pekiti-Tirsia Gruppe aus Europa das Privileg die erste internationale Trainingsgruppe zu sein, die in dem Areal trainieren durfte. Das Training im KUTT hatte ein ganz besonderes Flair und allein das Erlebnis dort trainieren zu dürfen wäre es wert gewesen auf die Philippinen zu reisen.

Grand Tuhon at his best

Grand Tuhon Gaje genoss sichtlich die tolle Atmosphäre während des ganzen Camps. Auch Filipinos, die am Camp teilnahmen, staunten wie großzügig Grand Tuhon nicht nur fortgeschrittenste Kampfmethoden des Pekiti-Tirsia zeigte, sondern auch die funktionalen Zusammenhänge im Detail logisch und am praktischen Beispiel erläuterte. Das im Camp angebotene Material war definitiv eines zehnjährigen Jubiläums würdig.

Unterstützt wurde Grand Tuhon durch drei kampferprobte Recon Marines, die seit fast 10 Jahren Pekiti-Tirsia beim Marine Corps trainieren und aus ihrem reichen Erfahrungsschatz von Nahkampfeinsätzen berichten konnten. Die Marines übernahmen das regelmäßige Kraft-, Ausdauer- und Beweglichkeitstraining. Auf der technischen Seite wurde Grand Tuhon von Mandala Rommel Tortal unterstützt. Für viele der Europäer war Rommel schon ein Begriff von Ulis Erzählungen. Nachdem sie nun die Möglichkeit hatten ihn persönlich zu erleben, konnten sie sich davon überzeugen, dass Uli nicht übertrieben hatte.

Das Training „from dawn till dusk“

Noch vor Sonnenaufgang, um fünf Uhr Morgens startete das Training „Recon like“ mit einem Ausdauerlauf und wurde dann mit schweiß­treiben­den Übungen am Reifen fortgesetzt. Das Beispiel der Recon Marines vor Augen trainierte jeder bis an sein Limit. Die Trainingsatmosphäre erinnerte die Teilnehmer an die von Uli Weidle in Europa regelmäßig durchgeführten Warrior Camps. Alle trainierten hart, man half sich gegenseitig. Jeder war erschöpft aber glücklich.

Wenn es dann gegen Mittag heiser wurde, wurde das Training unter der Leitung von Grand Tuhon und Mandala Rommel mehr technisch – jedoch insbesondere wenn es um die Dumog-Anwendungen ging nicht weniger intensiv. Dumog war ein wichtiger Bestandteil des täglichen Trainings. Selbstverständlich wurde nicht nur waffenloser Kampf, sondern auch viel Stock, Schwert und vor allem Pekiti-Tirsia Messer trainiert.



Kulinarisches Paradies Philippinen


Obgleich das harte Training und die ungewohnten klimatischen Bedingungen an der körperlichen Substanz zehrten, brauchte sich niemand sorgen machen, dass er Hunger leiden würde oder umgekehrt wegen zu schwerem Essen nicht trainieren könne. Mit einer Küche vor Ort und einem ganzen Schwarm an Angestellten, welche für das leibliche Wohl der Trainingsgruppe zuständig waren, gab es über den Tag verteilt im 2 Stunden Rhythmus immer wieder frische philippinische Delikatessen zur Stärkung zwischen den Trainingseinheiten. Gleich nach dem morgendlichen Kraft- und Ausdauertraining gab es als erstes ein leichtes Frühstück, das im Wesentlichen aus frisch zubereitetes Taho (einen leckeren, warmen Trunk aus Sojabohnenquark mit Perltapioka / Maniok-Stärke, auf Wunsch gesüßt mit braunem Sirup) und reichlich frisch gepflückten Früchten sowie Tee bzw. Kaffee bestand. Ein idealer Morgensnack zur schnellen Stärkung um gleich danach mit dem Training fortfahren zu können. Im weiteren Verlauf des Trainings gab es ständig Nachschub an frischen Getränken und weiteren lokalen Köstlichkeiten, wie beispielsweise Adobo, Kare-kare, Kinilaw, Lumpiang, Leche-flan, Longanisa, Penoy, Pinakbet bagoong, Kwek-kwek, Sinigang na miso, Suman, Pansit, Mango bagoong. Dazu natürlich Reis und einen nie endenden Vorrat frisch gepflückter und gekühlter Buko (Kokosnüsse) zum Essen und Trinken und eine fast unerschöpfliche Vielfalt an Früchten. Einmal das Essen und spezielle die frischen Früchte probiert und jedem war klar was Grand Tuhon meinte, wenn er in Deutschland sagt: “ Come to the Philippines – come to where the flavor is.”


Einige der Trainingsgruppe kamen in Begleitung ihrer Lebenspartner, die nicht am Training teilnehmen wollten. Damit es diesen nicht langweilig wurde bot die gastgebende Familie Bataclan ein ganz besonderes Kulturprogramm. Von den besten Einkaufsmöglichkeiten über Besuche in den sonst Touristen nicht zugänglichen Bereichen von alten Kirchen über die Einführung in philippinische Kochmethoden gab es auch für diese ein reichhaltiges Programm mit vielen Erlebnissen, die in keinem Buch zu finden sind und wie sie sicher nicht im Reisebüro buchbar sind.

Regenerierung mit Hilot

Ein weiteres Highlight im KUTT war die ständige Hilot Betreuung der Camp Teilnehmer. Jeden Tag waren mehrere von der ATHAG (Association of Traditional Health and Aid Givers) empfohlene Hilot Therapeuten anwesend, die den Trainierenden etwaige Verletzungen behandelten und zur Vermeidung von Verletzungen war für jeden Camp Teilnehmer täglich eine Hilot Massage Teil des Trainings. Diese Massagen lockerten verkrampfte Muskeln, stärkten das Innere Gleichgewicht der Trainierenden und regenerierten verbrauchte Energien. Als Ergebnis der gesunden Verpflegung und der Hilot Betreuung gab es trotz des immensen Trainingspensums und des physisch und psychisch anstrengenden Trainings keine Verletzungen, Die Strapazen des anstrengenden Trainings wurden kaum gespürt und die Gruppe war immer voller positiver Energie.

Magische Momente beim Training mit Musik

Seit einigen Jahren gibt es bei philippinischen Künstlern eine Tendenz zur Rückbesinnung auf die Werte und Künste der eigenen Kultur in der vorspanischen Zeit, wobei die Kampfkunst und die Bewegungs­künste (Theater, Tanz, Musik) eine erfreuliche Synthese eingehen. Dabei profitieren alle von einer Atmosphäre des freien Austausches und der Entdeckung der Gemeinsam­keiten in den traditionellen Werten. Pekiti-Tirsia Europe pflegt Freundschaften mit einer Reihe dieser Künstler. Bei unserem Trainingscamp war dann auch eine Musikgruppe anwesend, welche das Training mit traditioneller philippinischer Musik begleitete. Für alle die wollten gab es die Möglichkeit die traditionellen philippinischen Instrumente unter Anleitung der Musiker zu erproben und auch eine Einführung in den Ursprung und die Bedeutung der Instrumente zu erhalten. Als die Musiker mit dem Training jammten ergriff die Stimmung Europäer und Filipinos: das KUTT die Musik und die Trainierenden wurden zu einer Einheit und es entstand einer dieser magischen Momente, wie sie nicht mit Worten beschrieben werden können.

Im weiteren Verlauf des Camps besuchten die Camp Teilnehmer eine Folkloregruppe, die verschiedene philippinische Tänze aus der Zeit während und vor der spanischen Kolonialzeit aufführte. Wer wollte konnte sich bei dieser Gelegenheit auch selbst als Tänzer versuchen. Verschiedene Mitglieder der Gruppe nahmen die freundliche Herausforderung an und bewiesen, dass die schnellen Beine und das Körper- und Rhythmus-Gefühl aus dem Kali-Training auch sehr gut für philippinische Tänze taugen.

Tagaytay, Balisong und Batangas:

Huge Balisong Der zweite Teil des Camps fand am Strand in San Juan, Batangas statt. Auf dem Weg dorthin hatten wir nicht nur Gelegenheit den berühmten Buko cake zu probieren, sondern machten auch Abstecher zu landschaftlichen Sehenswürdig­keiten der Philippinen, hier ist besonders der Taal Vulkan zu erwähnen.

Unterwegs machten wir auch Halt in Batangas, wo es Gelegenheit gab die Schmiede der bekannten Batangas-Messer (auch bekannt als Balisong oder philippinische Schmetterlingsmesser) zu besichtigen und wer wollte, konnte natürlich auch jede Menge Messer, Schwerter und andere Utensilien einkaufen. Für ein Gruppe Kampfkünstler ein kleines Paradies.

Training in San Juan

In San Juan logierte die Gruppe in einem Strandresort, das Privatbesitz eines bekannten philippinischen Künstlers ist und uns von unserem philippinischen Freund empfohlen wurde. Ein echter Geheimtipp! Sehr geschmackvoll, mit wunderbarem philippinischen Flair eingerichtet. Direkt am Strand gelegen und mit schattenspendenden Palmen bot es alles was eine Kali Trainingsgruppe benötigt. Dazu kam, dass die Pekiti-Tirsia Gruppe das ganze Beach Resort für sich alleine hatte, so konnten die Ressourcen des Resorts ideal für das Training genutzt werden und auch die im reichhaltigen Buffet dargebotenen Mahlzeiten konnten ideal auf unsere Trainingszeiten abgestimmt werden.

Training am Strand und im Meer

Schatten spendende Bäume und ein weiter freier Sandstrand lud zum morgendlichen Ausdauertraining ein. Insbesondere das Laufen im Strand war für viele eine ungewohnt anstrengende Erfahrung. Gut vorbereitet durch die vorhergehenden Trainingstage in Antipolo und inspiriert durch die Marines und Uli Weidle, die vorne weg liefen, fanden alle ihre inneren Energiereservoirs und fast alle konnten am letzten Tag dann auch trotz kräftezehrenden Sand die volle Strecke laufen. Die Marines zollten dem europäischen Team Respekt für ihre Willensstärke und Fitness.


Nach dem anstrengenden Training in der Morgendämmerung gab es Trainingseinheiten angeleitet von Grand Tuhon Gaje und Mandala Tortal, welche sich jeweils um eine Hälfte der Gruppe kümmerten und dann austauschten. Schwerpunkte waren auch hier Dumog und Messertraining. Das Training fand am Strand und bei heißeren Temperaturen unter Palmen im Schatten oder auch im Meer statt. Ein nahe zum Resort gelegenes Schutzgebiet für Fische lud zum Tauchen und Schnorcheln ein. Das Wasser war klar und voll mit Fischen. Selbst Seeschildkröten gab es zu bewundern.



Eine Kali Familie


Unser Trainingscamp war in die philippinischen Schulferien gelegt, so hatten Grand Tuhons Frau und ihr gemeinsamer Sohn Leo 'Jamjam' Gaje III die Möglichkeit uns für einen Kurzurlaub in Batangas zu besuchen. Der europäischen Gruppe war es eine große Freude, die wunderbare Zeit in San Juan mit den philippinischen Freunden zu teilen und auch die Familie von Grand Tuhon kennen zu lernen.

Während unseres Trainings in San Juan kamen außer den Recon Marines und einigen der Pekiti-Tirsia Pitbulls auch Mitglieder eines polizeilichen Anti-Terror Kommando welche das Training bereicherten und Gelegenheit zu so einigen Fachsimpeleien am Lagerfeuer boten. Campteilnehmer mit polizeilichem oder militärischem Background hatten die Möglichkeit an einem Training der philippinischen Nationalpolizei teilzunehmen und das dortige Ausbildungsprogramm in «Pekiti-Tirsia Gunology» unter Leitung von Mandala Rommel Tortal live zu erleben und auch ihr Können am Schießstand zu erproben.

Manghihilot im Camp

Trotz seines sehr engen Terminplans und einer geschäftlichen Einladung der Shangri-La Hotel Kette setzte Boy Fajardo, der leitende Hilot Experte der ATHAG, alle Hebel in Bewegung und nahm selbst eine mehrstündige Anfahrt auf sich, um persönlich in unser Camp zu kommen, und seine philippinischen und europäischen Freunde zu begrüßen. Gerne war er auch bereit bei dieser Gelegenheit die Europäer über theoretische und praktische Grundlagen des Hilot zu informieren. 'Tito' Boy Fajardo ist auf den Philippinen ein sehr angesehener Hilot Experte, der nicht nur selbst aus einer Familie von bekannten Heilern kommt, sondern es sich auch zur Aufgabe gemacht hat, Hilot so zu verstehen, dass es über die reine Intuition des erfahrenen Hilot Heilers hinaus auch systematisch nachvollziehbar und wissenschaftlichen Ansprüchen genügend erklärbar ist. Tito Boy hat schon an vielen Universitäten außerhalb der Philippinen Vorträge zu Hilot gehalten und ist von der philippinischen Regierung beauftragt, Hilot weiter zu systematisieren und so auch echte Heiler von Scharlatanen zu unterscheiden.

Das freundliche Wesen von Tito Boy strahlt vom ersten Augenblick an Ruhe und Zufriedenheit aus. Gesundheit ist ein innerer Zustand der Balance und des „im Einklang Seins mit den universellen Gesetzen der Natur“ wie Tito Boy zu sagen pflegt. „Du kannst nicht geben, was Du nicht selbst hast.“ sagt er wenn er beschreibt, wie ein Hilot Ausbildung funktioniert. Er hat es definitiv.

Das Grundlegende Vorgehen beim Hilot beschreibt Tito Boy wie folgt: «The principles of Hilot have been practiced for more than a thousand years and date back to an era that pre-dates Philippines written history. It is a highly intuitive treatment therapy wherein the Hilot therapist identifies areas of energy imbalance through touch diagnosis, and then customizes the treatment to alleviate or remove the imbalances.»

Und das dem Hilot zugrundeliegende Denkmodell beschreibt er als: «The basic concept of Filipino Traditional Healing is that health and wellness are the results of balance and harmony, and that discomfort and illness are the results of imbalance and disharmony. As such, the goal of Hilot treatments is to restore balance and harmony in all bodily functions, and in their interactions, thereby restoring the normal, natural functioning of the body.»

Die Gemeinsamkeiten in der Philosophie des Hilot und des Pekiti-Tirsia sind erstaunlich – wenn auch nicht weiter verwunderlich, denn beide stehen in der Tradition derselben alten philippinischen Kultur. Tito Boy erzählte auch, dass sein Großvater in seiner Region selbst ein Champion der philippinischen Kampfkunst gewesen sei. Tito Boy, der in seinen jungen Jahren dank Hilot eine schwere Krankheit überstanden hatte, konzentriert sich heute ausschließlich auf die Heilkunst, denn ihr verdankt er seine Gesundheit und Vitalität.

Als Tito Boy im Camp war gab er auch Behandlungen bei einigen der Anwesenden. So war neben Grand Tuhon und seiner Frau, die selbst über profunde Kenntnisse in westlicher Medizin und philippinischer Kräuter– und Heilkunst verfügt, mit Tito Boy ein weiterer anerkannter philippinischer Heiler im Camp und es war interessant verschiedene Hilot Methoden zu sehen und zu erleben. Grand Tuhon, seine Frau und Tito Boy erläuterten Hilot Prinzipien und ließen dabei keine Frage unbeantwortet. Schade, dass Tito Boy nur für einen Tag Zeit hatte zum Camp zu kommen. Die Anwesenden waren beeindruckt von seinem freundlichen Wesen und seinen Kenntnissen der Heilkunst. Mandala Uli kündigte an, er würde den bereits bestehenden persönlichen Kontakt zu Tito Boy weiter aufrecht erhalten und mit Grand Tuhons und Tito Boys Unterstützung das Hilot weiter erforschen und fördern.

Ziel erreicht: Freundschaftsbesuch bot Einblick in Philippinen

Ziel von Mandala Uli Weidle und seinen philippinischen Freunden war es gewesen das Land, die Leute und die Werte der philippinischen Kultur und Kampfkunst den Camp Teilnehmern erfahrbar zu machen. Dies ist eindrucksvoll gelungen. Das Camp vermittelte eine besondere Erfahrung, wie sie nicht im Hotel oder den üblichen Touristenregionen erlebt werden kann, sondern wie sie nur von Freunden an Freunde vermittelt werden kann. Was Grand Tuhon und Mandala Rommel zeigten war philippinische Kampfkunst vom Feinsten jedoch ebenso wichtig war das unmittelbare Erleben, wie philippinische Familien leben und wie sich dieses Lebensumfeld und Lebensgefühl in der philippinischen Kampfkunst ausdrückt. Eine menschliche Qualität, durch die sich auch das Miteinander und das Training in der Pekiti-Tirsia Europe auszeichnet, und die von Neueinsteigern auch sofort als solche gespürt wird.

Dieses Camp profitierte von Mandala Ulis zehnjähriger intensiver Philippinenerfahrung und möglich wurde es durch die Freundschaft der Familie Bataclan und natürlich den unbedingten Support von Grand Tuhon Gaje und seiner Familie. Ein durch und durch gelungenes Event, das einen guten Überblick über die Vielfalt der Philippinen Kampfkunst und Kultur geboten hat und bei dem bestehende Freundschaften vertieft wurden und sich neue Freundschaften entwickelt haben. Allgemeines Resümee der Camp Teilnehmer war: „Nein, das Ziel wurde nicht erreicht – es wurde übertroffen.“

 


Persönliches Wort von Uli Weidle

In den letzten zehn Jahren auf den Philippinen habe ich vieles erlebt, dass Pekiti-Tirsia Geschichte machte. Die Einsetzung von Grand Tuhons Sohn Leo III. als sein Nachfolger, die Einhundertjahre Pekiti-Tirsia Feier und die Einhundertjahresfeier der Republik Philippinen, sowie die Battle of Grandmasters sind nur einige der herausragenden Events, die mir spontan dazu einfallen. Alle diese Events hatten etwas Einmaliges und ich möchte die Erinnerung an keines davon missen. Ich war auf vielen Trainingscamps in unterschiedlichen Regionen der Philippinen. Unter all diesen Events nimmt aber dieses letzte Trainingscamp eine Sonderstellung ein. Nie habe ich im Beisein von Amerikanern und Europäern die Philippinische Kultur so dicht gepackt und hautnah erlebt. Das Essen allein bot kulinarische Highlights, die für den normalen Touristen kaum zu finden sind. Das ganze Miteinander zusammen mit den Freunden aus den Philippinen und Europa bot so viele einzigartige Momente, wenn ich dies Zeilen heute schreibe, bin ich immer noch bewegt. Mein besonderer Dank geht an Kuya Jay, seine Eltern und seine Familie, die mit ihrer Herzlichkeit und unbedingten Gastfreundschaft dies alles ermöglicht haben. Und auch an Grand Tuhons Frau Gila, die wie ein echter Freund immer unterstützend mit Rat und Tat zur Seite steht – wann immer jemand Hilfe braucht, ist sie bedingungslos zur Stelle um zu helfen. Natürlich auch meinen Dank an Mandala Rommel Tortal sowie an Guro Jasper und seine Familie, an 'Silent Agent' Micky und alle Manila Pitbulls, die unser Camp unterstützt und mit ihrer Anwesenheit bereichert haben. Auch die Recon Marines, die uns mit ihrem Beispiel im Training motiviert und inspiriert haben und meinen speziellen Freund, den Champ Daniel 'The Mumbaki' Foronda möchte ich hier keinesfalls unerwähnt lassen. Danke auch an alle Camp Teilnehmer, die unser Europa so hervorragend auf den Philippinen vertreten haben. Dieses Camp in den Philippinen wird mir immer als etwas ganz besonderes in Erinnerung bleiben. Für dies und alles andere Danke ich auch ganz besonders Grand Tuhon Gaje, dem Mann der dies alles möglich gemacht hat.

Uli Weidle,
Reutlingen, Juni 2006



Impressionen vom Camp mit unserer Diashow (Laufzeit ca. 7 Minuten):

Download des Artikels im PDF-Format (ca. 490 KB))


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