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Pekiti-Tirsia Stick- and Knife-Challenge 2006

Am langen Pfingstwochenende vom 3. bis zum 5. Juni 2006 gab es im Kampfkunstzentrum in Reutlingen die erste internationale stil- und verbandsoffene “Stick- and Knife-Challenge” ausgerichtet von der Pekiti-Tirsia Europe. Unter dem Motto “All day headgear and glove” gab es drei Tage lang die Möglichkeit unter der Anleitung und Aufsicht von Maginoo Mandala Uli Weidle den Stockkampf mit reduzierter Schutzkleidung zu trainieren und sich im Kampf mit anderen Stockkämpfern zu erproben.

Dem Aufruf zur Challenge folgten mehr als 20 Kämpfer und Kämpferinnen aus Deutschland, Schweiz, der Tschechischen Republik, Luxemburg und Schweden. Mit mehreren Kämpfen gleichzeitig war die Trainingshalle der gastgebenden Fechtgesellschaft e.V. gut gefüllt. Die meisten Teilnehmer blieben die ganzen drei Tage und nutzten die Gelegenheit zur kostenlosen Mattenübernachtung in den Trainingsräumen. Die Veranstaltung war verbands- und stiloffen und für die Kämpfer war die Teilnahme sowohl an dem Seminar als auch an den Kämpfen kostenlos.

Zusammen trainieren und Kämpfen...

Die Challenge war weder ein klassisches Seminar noch ein Turnier im herkömmlichen Sinne. Das Konzept der Challenge war eine Kombination aus gemeinsamen Training und Kampftag. Diese Kombination ermöglichte Interessierten aller Stile in die Kampfweise des Pekiti-Tirsia zu schnuppern und vor Ort zu entscheiden, ob eine Teilnahme als Kämpfer unter diesen Bedingungen für sie sinnvoll ist oder nicht. Die Kombination aus gemeinsamen Training und gegeneinander Kämpfen wurde vom Veranstalter gleichermaßen aus Gründen der rechtlichen Haftung und auch aus Gründen der menschlichen Verantwortung gewählt. Das gemeinsame praktische Training mit Helm und Handschuh machte es möglich unter kontrollierten Bedingungen auszuloten, welche Erfahrung ein Kämpfer im Stockkampf hat und bot so eine Grundlage zu entscheiden welche Kampfpaarungen ausgewogen und sinnvoll sind.

Das Training

Das ganze Training während der drei Tage erfolgte unter Helmkampfbedingungen. Die drei Tage waren eine enorme physische und psychische Herausforderung. Selbst konditionell starke mussten “kämpfen” um die drei Tage durchzustehen.

Während der Trainingspausen und bei einer kurzen Einführung zu Beginn des Events erläuterte Mandala Uli in Lectures die Bedeutung des Challenge-Events für die Trainierenden und das Pekiti-Tirsia System. In den Lectures ging er speziell auf folgende Themen ein:

  • Funktion und Sinn des Kampfes mit Helm im Pekiti-Tirsia System und Aufbau der europäischen Pekiti-Tirsia Fighter-Liga

  • Struktur und Analyse des Pekiti-Tirsia Trainingssystems sowie Vergleich der Kampf- und Trainingsmethoden mit Helm und ohne Helm

  • Zukunft der Europäischen Fighter-Liga

Zum ersten Mal gab es während des Seminars einen Dolmetscherservice. So konnte Uli Weidle das Seminar komplett in englischer Sprache halten und für diejenigen ohne ausreichende Übung in der englischen Sprache gab es die Simultanübersetzung ins Deutsche. So wurden Wiederholungen in anderen Sprachen unnötig, was dem Fluß und der Packungsdichte des Seminars zu gute kam. An dieser Stelle ein herzliches Danke an unsere Übersetzerin Ann-Katrin, die sich nach einer Handverletzung zusätzlich zum Übersetzen auch als Fotografin betätigt hat.

Praktisches Training, Workout, Taktiken, Kampfmethoden

Durch das von Mandala Uli Weidle angeleitete praktische Training wurden alle Kämpfer auf die bevorstehenden Kämpfe eingestimmt. Unter Verwendung der Pekiti-Tirsia typischen Sparringsformen (insbesondere Distance-Sparring, Blow by blow-Sparring und Technical Sparring) wurden die Kämpfer systematisch an das freie Kämpfen mit Helm herangeführt. Mandala Uli verknüpfte die Übungen und steigerte die Intensität solchermaßen geschickt, dass alle Challenge-Teilnehmer bereits am ersten Tag im freien Kämpfen waren und zwar ohne den Übergang vom Training zum Kämpfen als besonderen Schritt zu realisieren. So absolvierte dann auch jeder Teilnehmer durchschnittlich etwa zehn Kämpfe am Tag.

Für die ersten beiden Tage war das Thema der gemeinsamen Trainingseinheiten der Kampf mit Einzelstock und Doppelstock. Am ersten Tag ging es dabei in erster Linie um den Kampf in der weiten Distanz, am zweiten Tag um die Erzeugung von Druck und Einsatz der zweiten Hand in der Halbdistanz. Das ganze Training war mit Helm und Handschuh und alle Übungen mit dem Ziel klare Wirkungstreffer zu erzielen.

Für den letzten Tag war dem Plan nach Messer vorgesehen. Das Interesse an den Stockstrategien war aber so groß, dass Uli am Montag noch fortgeschrittene Taktiken für Überraschungsangriffe auf der Basis von Positionierungsfakes gegen technisch versierte Gegner zeigte. Natürlich gab es jeden Tag jede Menge Sparring und Kämpfe.

Beeindruckt durch die in den Trainingstagen erlebte Konzentration und Hingabe bei den Teilnehmern sowie die gute Balance zwischen Intensität und Kameradschaft bei den Teilnehmern, erlaubte Mandala Uli einen tiefen Blick in seine persönliche Trickkiste. Insbesondere am letzten Tag erläuterte der erfahrene Stockkämpfer viele seiner persönlichen Lieblingstricks und Taktiken, die er bisher eher für seinen eigenen Gebrauch zurückhielt. In den abschließenden Kämpfen und dem Technical Sparring mit Schutzkleidung konnte jeder die Tipps nach eigenem Ermessen erproben.

Beachtliches Niveau und kaum Verletzungen

Die Kämpfe waren durchwegs fair und überwiegend technisch hochwertig, teilweise auf technisch sogar sehr beachtlichem Niveau. Trotz Helm und teilweise stark gepolsterten Handschuhen (jeder nach eigenem Ermessen) gab es Niederschläge und verletzungsbedingte Ausfälle. Insgesamt lief das Event von den üblichen Blessuren abgesehen erfreulich verletzungsfrei, was zum einen der kameradschaftlichen Einstellung der meisten Teilnehmer und sicher auch der Vorbereitung durch gemeinsames Training und dem Überblick von Mandala Uli Weidle zu verdanken ist.

Resümee

Ein gelungenes Event, dass in den drei Tagen im Kampf, im Training und auch in der gemeinsam verbrachten Freizeit für jeden etwas zu bieten hatte und wieder ein großartiges Beispiel für den Pekiti-Tirsia Spirit liefert: Herzlichkeit, Aufrichtigkeit und Konsequenz!

Helmkampfanfänger hatten einen guten Einstieg in den Vollkontaktkampf und werden sicher bei zukünftigen Kampftagen der Pekiti-Tirsia Europe wieder mit am Start sein. Sie konnten erfahren, wie sie sich unter Kampfbedingungen gegen Fremde verhalten und wie sich die bisherigen Trainingsstunden in Können und Erfolg umsetzen lassen.

Die im Kampf erfahreneren Teilnehmer hatten Gelegenheit mit ebenfalls guten Gegnern aus anderen Ländern zu Kämpfen und zusätzlich auch die Möglichkeit ihr Verständnis der Zusammenhänge der Pekiti-Tirsia Übungsmethoden und des Kämpfens in der Europäischen Fighter-Liga zu verbessern und praktische Tipps von einem erfahrenen Kämpfer zu bekommen.

Trotz der zahlreichen blauen Flecke, Schürfungen, Platzwunden und Prellungen gab es keine unbotmäßigen Härten und das Event war für alle Beteiligten eine wertvolle Erfahrung und eine sinnvolle Challenge an das eigene Training. Die meisten wollen beim nächsten derartigen Event wieder dabei sein.



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Weitere Artikel zum Thema:
→  Grand Tuhon schreibt zum Thema: "Ancestral Legacy" (englisch, Juni 2006)
→  Grand Tuhon schreibt zum Thema: "The Battle Of Kali" (englisch, Dez 2003)
→  To Teach and To Fight – Praxis für Trainer
→  Europäisches Pekiti-Tirsia Festival Nr. 5
→  Der Pekiti-Tirsia Übungsweg
→  Rund ums Messer: Trainingsmethoden und Waffen des Pekiti-Tirsia Systems
→  Videos und Technikserien im Pekiti-Tirsia Action-Book
→  Kalender für Seminare und Events

  
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