To Teach & To Fight – Praxis für Trainer
Von der Gegenwart in die Zukunft...
Wie viele Anfragen aus dem In- und Ausland zeigen, genießt
das Pekiti-Tirsia System nicht nur bei Experten einen guten Ruf als
praxistaugliche Kampfkunst mit und ohne Waffen. Natürlich freuen
wir uns darüber, doch bei aller Freude wollen uns auf den verdienten Lorbeeren nicht
ausruhen, sondern richten unseren Blick in die Zukunft.
Die Zukunft des Pekiti-Tirsia Systems wird im Endeffekt
durch die Qualität der aktiven Trainer und Instruktoren
bestimmt. Weil wir uns dessen bewusst sind und die Qualität des
Systems auch in Zukunft erhalten wollen, verlangen wir von unseren
Trainern die Fähigkeit, technisch gut und beherzt zu kämpfen,
und auch dass sie dies ihren Schülern sinnvoll und
verletzungsfrei vermitteln können. Um dies sicherzustellen,
legen wir besonderes Augenmerk auf die Ausbildung und Fortbildung
unserer Trainer.
To Teach & To Fight – die Praxis des Lehrens und Kämpfens
Dies ist der Titel unserer mehrmals im Jahr stattfindenden
Fortbildungstreffen für Instruktoren und Instruktorkandidaten.
Wie der Titel schon sagt, geht es bei diesen Treffen darum, dass
Pekiti-Tirsia Trainer und Übungsleiter die „dos and
don'ts“ des Trainerseins praktisch erfahren können, und
dass die Trainer die Pekiti-Tirsia Methoden im freien Kampf erproben,
so dass sie das Warum und Wozu - die eigentlichen Schlüssel zum
sinnvollen Umgang mit den Trainingsmethoden - auch durch eigene
Kampferfahrung besser verstehen können.
Speziell im Kampf mit oder gegen Waffen kann gezieltes und praxisverwertbares
Training nur aus einem gründlichen Verständnis der Zusammenhänge
resultieren. In einer Waffenkunst ist es daher besonders wichtig, dass der Trainer
die Realität der Waffe und die Logik des Trainings aus Erfahrung
versteht, denn Theorie oder Übungen sind nur relevant, wenn sie
in der Praxis erfahrbar sind. Die «To teach & To Fight» Workshops
leisten hierbei einen wesentlichen Beitrag.
Aus Tradition praxisnah
Mit den «To Teach & To Fight»-Workshops
und natürlich den Treffen der Fighter-Liga (ja, die meisten der
Pekiti-Tirsia Trainer sind auch in der Fighter-Liga aktiv) stehen wir
in der besten Tradition des Pekiti-Tirsia: Pekiti-Tirsia Kali ist
heute ein so praxisnahes und realistisches System, weil es von
Grandtuhon und seinen Vorfahren immer wieder erfolgreich bei
Auseinandersetzungen und Duellkämpfen überprüft und
bei der kritischen Auswertung dieser Begebenheiten weiter verfeinert
wurde. Grandtuhon sagt dazu, Pekiti-Tirsia wurde im "Laboratory
of Pain“ (dem Labor der Schmerzen) entwickelt und getestet.
Dieses 'Labor' ist noch heute in den Philippinen und in Europa in
Betrieb - vielleicht sogar aktiver denn je. Denn nicht nur unsere
Instruktoren bei den «To teach & To Fight» Workshops
und unsere Kämpfer in der Fighter-Liga testen Pekiti-Tirsia
regelmäßig, sondern auch militärische
Spezialeinheiten und Anti-Terror Gruppen trainieren Pekiti-Tirsia Methoden
für den Nahkampf und geben mit
ihrem Einsatzfeedback wertvolle Bestätigungen und Impulse zur
weiteren Verfeinerung des Systems. Wir stehen auch im Austausch mit Sicherheitsorganen im
zivilen Sektor, z.B. Polizeieinheiten aus dem In- und Ausland, Beamte
aus dem Strafvollzugsdienst, Personenschützer,
Flughafensicherungsgruppen, sowie Notärzte und Pflegepersonal in
psychiatrischen Anstalten. All dies sind Menschen, die von Berufs
wegen immer wieder in Ernstsituationen Pekiti-Tirsia anwenden müssen,
um sich selbst und andere zu schützen, und die uns mit ihrem
Feedback helfen, das System noch praxistauglicher zu gestalten.
Was sich dabei immer wieder in der Praxis als besonders wertvoll
erweist ist, dass Pekiti-Tirsia eine Überlebenskunst ist, die
zusammen mit den bewährten Kampfmethoden auch praxisrelevante
geistige Werte vermittelt, nämlich die Philosophie des Lebens,
des Erfolgs und der Gesundheit.
Autor: Uli Weidle, Oktober 2003
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